Rechtsanwalt für Stalking

Stalking kommt aus dem englischen Sprachraum, das Verb „to stalk“ bedeutet im Englischen „anpirschen“ bzw. „anschleichen“. Der Begriff wird International als das beabsichtigte und wiederholte Verfolgen und Belästigen einer Person verstanden, wodurch sich die verfolgte Person bedroht fühlt und ihre Lebensgestaltung negativ beeinträchtigt wird. Die wissenschaftliche Definition beschreibt das Verhalten von Stalkern als obsessives, abnormal langes Muster von Bedrohungen gegenüber einer bestimmten Person durch massive Belästigungen unterschiedlicher Art. Die Verhaltensweisen reichen von einer einfachen Nötigung bis hin zu körperlicher Gewalt oder sogar zur Tötung des Opfers.

Stalking Anwalt

Seit dem Jahr 2007, in welchem die Strafnorm „Nachstellung“ (§ 238 StGB) eingeführt wurde, ist Stalking als kriminelles Verhalten definiert und unter Strafe gestellt worden. Dadurch wurde eine effektive Strafverfolgung erst möglich. Unterstützend dazu wirkt § 112a StPO die sogenannte Deeskalationshaft (Haftgrund: Wiederholungsgefahr), durch die der Täter in Untersuchungshaft geraten kann, wenn davon auszugehen ist, dass weitere erhebliche Straftaten gleicher Art begangen oder die Straftat fortgesetzt wird und die Haft zur Abwendung der drohenden Gefahr erforderlich ist.

Stalking hat viele Gesichter und kann sowohl in der realen als auch in der virtuellen Welt stattfinden. Wird einer Person im Internet oder per Telefon/SMS/WhatsApp bzw. anderen Nachrichtendiensten (Instant-Messenger) nachgestellt, ist die Rede von Cyber-Stalking oder auch Cyber-Mobbing. Da Stalking nicht unbedingt direkter körperlicher Art ist, führt eine Verurteilung des Täters nicht automatisch zu einem Anspruch auf Entschädigung nach dem Opferentschädigungsgesetz (OEG), denn gewaltlose Formen von Stalking gelten nicht als tätliche Angriffe.

Beispiele für Handlungen, die mit Stalking in Zusammenhang stehen können

  • Verfolgung
  • Drohungen (direkt oder indirekt)
  • „Kommunikationsterror“ (Telefon, E-Mails, SMS und andere Kommunikationswege)
  • Schaltung falscher Anzeigen in Zeitungen (z. B. Todes- oder Hochzeitsanzeige)
  • Gehässige Kommentare im Internet (Facebook, Foren, Gästebücher usw.)
  • Häufige Präsenz in der Nähe der Wohnung oder der Arbeitsstelle des Opfers
  • Sachbeschädigungen (Zerstechen von Autoreifen, Zerkratzen des Autolacks, Zerschlagen von Scheiben etc.)
  • Verleumdungen/üble Nachrede (z. B. dass das Opfer den Täter sexuell missbraucht habe)
  • Überwachung des Freundes- und Bekanntenkreises des Opfers
  • Ausspionieren der persönlichen Daten des Opfers (z.B. in der Altpapiertonne des Opfers)
  • Bestellen von Waren, Abonnieren von Zeitschriften etc. unter dem Namen des Opfers

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Keywords: Verletzung Persönlichkeitsrecht, Belästigung, Bedrohung, Nachstellung

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