Erste ‘Betrugsdiesel’ stillgelegt!

Veröffentlicht am: 15.12.2017

Wie die SZ meldet, haben die Zulassungsbehörden damit begonnen, erste Dieselautos mit Betrugssoftware stillzulegen. Nach den Recherchen von SZ, NDR und WDR erhielten 10 Halter, die keine Update durchgeführt hatten, bereits entsprechende Stilllegungsverfügungen. In 90 weiteren Fällen wurden die Fahrzeughalter aufgefordert, innerhalb von vier Wochen ihre Fahrzeuge umrüsten zu lassen, andernfalls würde auch ihnen die Stilllegung ihres Fahrzeugs drohen.

Betroffen von den Stilllegungen ist insbesondere der VW-Pritschenwagen Amarok.

Die Zulassungsstellen haben auch für bestimmte Varianten des Audi A4 mit 2-Liter-Dieselmotor erste Aufforderungen zur Durchführung des Updates verschickt. Auch für manche Golf- und Passat-Modelle läuft demnächst die Frist zur Umrüstung ab. Bundesweit – so die SZ – könnten 200.000 ‚Betrugsdiesel‘ betroffen sein, die eine Software-Update noch nicht durchgeführt haben.

Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat auch weitere Rückrufe von Dieselfahrzeugen angeordnet (Porsche Cayenne, VW Touareg und einige Audi A8).

Der VW-Konzern meldet dem KBA alle Fahrzeuge, die noch kein Software-Update haben durchführen lassen. Das KBA sendet die Daten sodann an die zuständigen Zulassungsstellen, die die Halter entsprechend auffordern, das Update innerhalb einer bestimmten Frist durchführen zu lassen. Erfolgt keine Reaktion oder werden Fristen nicht eingehalten, erfolgt die Stilllegung durch Einzug des Fahrzeugscheins und dem Entstempeln des Kennzeichens. Dabei – so die SZ weiter – gehe in München auch die Polizei der Zulassungsstelle zur Hand.

Auch andere Zulassungsstellen in Deutschland haben gegenüber der SZ nahezu einhellig erklärt, dass sie nach dem Verstreichen einer letzten Frist die betroffenen Fahrzeuge stilllegen werden.

Teilweise prüfen die Zulassungsstellen – so bspw. in Stuttgart – auch, ob ein wichtiger Grund dafür vorliegt, dass das Update noch nicht durchgeführt worden ist. Klagen können nach dem Bericht der SZ die Stilllegung zunächst verhindern!

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