Notar zum Schadenersatz verurteilt!

Veröffentlicht am: 12.07.2017

Mit dem von uns beim Oberlandesgericht Frankfurt/Main erstrittenen Urteil vom 21.06.2017 ist der – ehemalige – Notar Dr. L. in Frankfurt/Main zum Schadenersatz in Höhe von ca. 145.000 € Zug-um-Zug gegen Übertragung der Wohnung auf den Notar verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Es ging um eine von unseren Mandanten im Jahre 2008 in der Hohmannstraße in Leipzig zu einem Kaufpreis von ca. 98.000 € gekauften Eigentumswohnung. Der Notar Dr. L. hatte das Kaufangebot unserer Mandanten beurkundet. Dabei hatte er jedoch gegen seine Amtspflicht verstoßen. Denn unseren Mandanten hätte der Text des Kaufvertrages bereits 2 Wochen vor der Beurkundung vorliegen müssen, damit sie sich mit dem Text auseinander setzen und ggf. beraten lassen können. Das war aber nicht der Fall. Denn unsere Mandanten haben den Text ihres am 28.01.2008 beim Notar unterzeichneten Kaufangebots erstmals am 29.01.2008 zu Gesicht bekommen.

Darauf, dass diese 2-Wochen-Frist eingehalten wird, hätte der Notar hinwirken müssen, und, da die 2-Wochen-Frist nicht eingehalten worden war, die Beurkundung am 29.01.2008 abbrechen müssen. Der Notar hat dennoch den Kauf beurkundet und sich deshalb unseren Mandanten gegenüber schadenersatzpflichtig gemacht.

Das Landgericht hatte die Klage noch abgewiesen. Das OLG Frankfurt/Main hatte im Berufungsverfahren zunächst einen Vergleichsvorschlag unterbreitet. Als dieser vom Notar nicht akzeptiert wurde, ist es zur Verurteilung gekommen.

Die Verurteilung des Notars ist insbesondere auch deshalb erfolgt, da unsere Mandanten dem Gericht glaubhaft darlegen konnten, dass sie für den Fall des Abbruchs der Beurkundung am 29.01.2008, wie es die Pflicht des Notars gewesen wäre, 2 Wochen danach keinen Kaufvertrag mehr unterzeichnet hätten.

Sollten auch Sie die Befürchtung haben, dass Ihr Notar – ggf. auch der hier beurkundende Notar Dr. L. – bei der Beurkundung Ihres Kaufvertrages gegen die oben umschriebene Amtspflicht verstoßen haben könnte, können Sie sich gerne für eine Ersteinschätzung mit unserem Kontaktformular an uns wenden. 

Insoweit könnte ggf. EILE geboten sein, falls Sie Ihren Kaufvertrag bereits vor fast 10 Jahren geschlossen haben, da in diesem Fall alsbald die 10jährige kenntnisunabhängige Verjährungsfrist eingreifen könnte!

Wie gehen Sie als Betroffene/r am besten vor?

Ihre Erstberatung bei KQP ist kostenfrei. Füllen Sie einfach das unten stehende Formular vollständig aus und wir setzen uns nach Sichtung Ihrer Unterlagen mit Ihnen schnellstmöglich in Verbindung.

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