P&R Container – Geld der Anleger nach Insolvenz in Gefahr

Veröffentlicht am: 14.05.2018

Über viele Jahre glaubten Anleger, die in P&R-Container investiert haben, ihr Geld rentabel und sicher angelegt zu haben. Vor wenigen Wochen folgte allerdings das böse Erwachen. Drei P&R Gesellschaften stellten am 15. März 2018 Insolvenzantrag. Rund 50.000 Anleger müssen nun um ihr investiertes Geld fürchten. Im Raum steht eine Gesamtsumme von ca. 3,5 Milliarden Euro.

Über folgende P&R-Gesellschaften hat das Amtsgericht München am 19. März 2018 die vorläufigen Insolvenzverfahren eröffnet:

  • P&R Container Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH (Az.: 1542 IN 726/18),
  • P&R Gebrauchtcontainer Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH (Az.: 1542 IN 728/18),
  • P&R Container Leasing GmbH (Az.: 1542 IN 727/18).

Nicht betroffen von den Insolvenzen ist die P&R Transport-Container GmbH, die im Jahr 2017 verschiedene Direktinvestments angeboten hatte. Allerdings hat sie nach eigenen Angaben noch offene Forderungen gegen ihre insolventen Schwestergesellschaften. Ob sie ihre Miet- und Rückzahlungsverpflichtungen gegenüber den Anlegern erfüllen kann, muss abgewartet werden.

Die Pleiten der drei P&R-Gesellschaften dürfte für viele Anleger ein echter Schock gewesen sein. Die P&R-Gruppe ist seit 1975 am Markt und galt über Jahrzehnte als seriöser Partner, dem die Anleger über einen langen Zeitraum und über Generationen hinweg vertraut haben. Das Bild des zuverlässigen Partners bekam in den Wochen vor der Insolvenz schon deutliche Risse. Erstmals wurden Schwierigkeiten bei den Zahlungsverpflichtungen bekannt und offenbar hatte P&R Probleme, Kunden für die Endvermietung der Container zu finden. Die Auszahlungen an die Anleger sollen die Mieteinahmen deutlich überschritten haben. Auch nach einem Zwischenbericht der vorläufigen Insolvenzverwalter ist das Neugeschäft offensichtlich ins Stocken geraten. Demnach hat die P&R-Gruppe in den Jahren 2012 bis 2016, vor allem aber 2016 und 2017, Container veräußert, um damit Mietzahlungen und Rückkäufe zu finanzieren. Das erinnert zumindest an ein illegales Schnellballsystem.

Ob und wann die Insolvenzverfahren regulär eröffnet werden, ist derzeit noch völlig offen. Erst dann können aber überhaupt Forderungen zur Insolvenztabelle angemeldet werden. Allerdings müssen die Anleger auch im Insolvenzverfahren mit erheblichen Verlusten rechnen.

Über viele Jahre gab es offenbar keine Probleme, doch waren die Container-Direktinvestments für die Anleger schon immer eine sehr riskante Geldanlage, die im Totalverlust des investierten Geldes enden konnte.

Über diese Risiken hätten die Anlageberater bzw. Anlagenvermittler und die Banken aufklären müssen.

Sind diese sog. Informationspflichten verletzt worden, können sich daraus Schadenersatzansprüche ergeben.

Wir empfehlen, evtl. Schadensersatzansprüche gegen die Anlageberater bzw. Anlagevermittler oder die Banken, die die Anlage in ‘P&R-Container’ finanziert haben, anwaltlich prüfen zu lassen, um die finanziellen Verluste zu minimieren.

Zu einem ersten Informationsgespräch lassen Sie sich daher anwaltlich beraten oder benutzen dazu unser Kontaktformular.

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