Anklage gegen ehemaligen Geschäftsführer der „DePuy Orthopädie GmbH“ erhoben

Veröffentlicht am: 24.06.2015

Wir befinden uns z.Z. im Rahmen der Durchsetzung von Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüchen in außergerichtlichen Verhandlungen mit den Vertretern von DePuy Synthes, dem Hersteller u.a. von Hüftgelenksprothesen, die über die Tochtergesellschaft DePuy Orthopädie GmbH in den Jahren 2004 – 2010 in Deutschland vertrieben worden sind.

In Kürze wird die Entscheidung des Landgerichts Saarbrücken erwartet, ob sie das von anderer Seite eingeleitete Strafverfahren gegen den ehemaligen Geschäftsführer der inzwischen mit der Johnson & Johnson Medical GmbH verschmolzenen DePuy Orthopädie GmbH eröffnet.

Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken (Az. 11 Js 950/11) wirft der DePuy Orthopädie GmbH bzw. ihrem Geschäftsführer das „Inverkehrbringen gesundheitsgefährdender Medizinprodukte“ vor, insbesondere bereits im Jahr 2008 eine Aufforderung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte ignoriert und operierende Kliniken und Ärzte nicht über die überdurchschnittlich hohe Revisionsrate bei der Verwendung dieser in dem o.g. Zeitraum implantierten Prothesen aufgeklärt zu haben.

Erst im Jahr 2010 reagierte der Hersteller mit einer weltweiten Rückrufaktion, was nach Ansicht der Staatsanwaltschaft zu spät war, zumal DePuy in Australien bereits im Jahr 2009 den Verkauf seiner Prothesen eingestellt hatte.

Dem Ausgang des Strafverfahrens wird unsererseits mit Interesse entgegen gesehen.

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