Landgericht Frankfurt/Main verurteilt Commerzbank zur Rückzahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung von über 100.000,– €

Veröffentlicht am: 15.12.2015

Mit Urteil vom 13.11.2015 (noch nicht rechtskräftig) hat das Landgericht Frankfurt/Main die Commerzbank zur Rückzahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung in Höhe von über 100.000,– € verurteilt. Dem lag zugrunde, dass der Darlehensnehmer vor mehr als 10 Jahren ein Haus gekauft und die Kreditraten immer pünktlich an die Commerzbank gezahlt hatte. Als es zur Scheidung der Ehe kam, musste das Haus verkauft werden. Nunmehr wollte der Darlehensnehmer den Kredit vorzeitig zurückzahlen. Er schuldete der Bank noch knapp 150.000,– € und hatte von seinem Bankberater mündlich (so die Sendung ‘Plusminus’ vom 09.12.2015) die Mitteilung bekommen, dass er mit einer Vorfälligkeitsentschädigung in Höhe von ca. 5.000,-€ zu rechnen habe. Die Commerzbank wollte sodann jedoch 100.000,– € Vorfälligkeitsentschädigung haben, die auch bezahlt wurde.

Der Darlehensnehmer ließ allerdings seinen Kreditvertrag (d. h., die Widerrufsbelehrung) prüfen. Dabei wurde festgestellt, dass sie unwirksam war. Der Fehler in der Widerrufsbelehrung lag darin, dass die Widerrufsbelehrung – so das Landgericht – „keine ladungsfähige Anschrift für den Widerrufsempfänger nennt.“ Damit war die Widerrufsbelehrung unwirksam und die Commerzbank muss – …. das Landgericht – nach dem erklärten Widerruf des Darlehensvertrages durch den Darlehensnehmer die vereinnahmte Vorfälligkeitsentschädigung von über 100.000,– € zurückzahlen.

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