Landgericht Wiesbaden verurteilt Notare zum Schadenersatz in Höhe von fast 200.000 €

Veröffentlicht am: 17.12.2015

In einem von uns gegen zwei Notare vor dem Landgericht Wiesbaden geführten Verfahren hat das Landgericht Wiesbaden mit Urteil vom 04.12.2015 die Notare zum Schadensersatz in oben bezeichnetem Umfang verurteilt.

Dem lag zugrunde, dass vom Beklagten zu 2) als amtlich bestelltem Vertreter des Notars [Beklagter zu 1] im Juni 2007 ein Kaufvertragsangebot zum Ankauf einer Eigentumswohnung in der Hebelstraße 32 in Leipzig beurkundet wurde. In der notariellen Urkunde war zwar ein Hinweis auf die in § 17 BeurkG geregelte Zwei-Wochen-Frist enthalten. Der Beklagte zu 2) hatte jedoch den Notarvertrag beurkundet, obwohl dem Käufer der Kaufvertragstext tatsächlich nicht zwei Wochen vor dem Beurkundungstermin vorlag. Darin hat das Landgericht Wiesbaden – entsprechend der gesetzlichen Regelung – eine Amtspflichtsverletzung des amtlich bestellten Vertreters des Notars gesehen, so dass beide Notare dem Kläger auf Schadensersatz haften.

Es bleibt abzuwarten, ob die Notare gegen das Urteil in Berufung gehen oder es rechtskräftig werden lassen.

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