Opel im Diesel-Abgasskandal

Das KBA ist mit seiner Geduld am Ende, daher stehen nunmehr Zwangsrückrufe für die Euro-6-Modelle Cascada, Insignia und Zafira (Baujahr 2012-2017) von Opel unmittelbar bevor. Immense Wertverluste für Diesel-Fahrzeuge und kommende Fahrverbote bescheren den Besitzern betroffener Fahrzeuge große Sorgen und kaum jemand klagt. Dabei haben Sie gute Chancen mit einer Klage, wie sich im Fall des VW-Konzerns zeigt: Selbst nach einer verlorenen Klage erhalten die Kläger Vergleichsangebote, wenn sie gegen das Urteil in Berufung gehen wollen, da man seitens VW unbedingt das Urteil eines OLGs verhindern möchte.

Welche negativen Folgen sich nach einem Update ergeben, ist heute noch völlig unklar. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) berichtet, dass Fahrzeuge verschiedener Typen nach dem Update sogar mehr Schadstoffe ausstoßen und teils auch mehr Sprit verbrauchen.

Wichtig: Da bereits Ende 2015 bekannt war, dass auch Opel unzulässige Abschalteinrichtungen verbaut haben könnte, droht voraussichtlich der Eintritt der Verjährung auch bei Opel bereits am 31.12.2018, sofern das Fahrzeug in 2015 oder früher erworben wurde.

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Aktuelles

[UPDATE 12.11.2018] – Verwaltungsgericht weißt Eilantrag von Opel zurück

Das Schleswig-Holsteinische Verwaltungsgericht hat am 09.11.2018 einen sog. Eilantrag von Opel zurückgewiesen, mit dem sich Opel gegen die Rückrufanordnung des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) vom 17.10.2018 bzgl. der Opel-Modelle Zafira, Cascada und Insignia gewandt hatte.

Zur Begründung hat das Verwaltungsgericht u. a. ausgeführt, dass „schwerwiegende Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die Auffassung des KBA zutreffend„ sei, dass nämlich in den v. g. Modellen unzulässige Abschalteinrichtungen verbaut sind.

[UPDATE 19.10.2018] – Rückruf von Opel-Modellen amtlich!

Das Kraftfahrtbundesamt-Amt (KBA) hat heute seinen amtlichen Rückruf vom 17. Oktober 2018 der Opel-Modelle Insignia und Cascada 2,0 l (125 kw) sowie Zafira 1,6 l (88 kw, 100 kw) und Zafira 2,0 l (96 kw, 125 kw) Euro 6 aus den Modelljahren 2013 bis 2016 wegen der darin verbauten unzulässigen Abschalteinrichtungen veröffentlicht.

Weltweit sind von dem Rückruf ca. 96.000 Fahrzeuge, allein in Deutschland rund 32.000 Fahrzeuge, betroffen.

Wie aktuell vom ‘Spiegel’ – ohne Nennung einer Quelle – berichtet wird, soll das KBA zudem einem angeblichen Verdacht nachgehen, dass auch die derzeit im Verkauf befindlichen Dieselfahrzeuge von Opel manipuliert sein könnten. Danach soll das KBA etwa die Software des Opel Insignia mit der modernen Abgasnorm Euro 6d-temp untersuchen.

[UPDATE 16.10.2018] – Zwangsrückruf durch das KBA steht unmittelbar bevor

Wie das Bundesverkehrsministerium dazu mitgeteilt hat, steht ein Zwangsrückruf durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) unmittelbar bevor.

Das KBA hatte bereits Ende 2015 bei Opel vier Abschalteinrichtungen gefunden, deren Zulässigkeit durch das KBA bezweifelt wurde. Deswegen hatte das KBA Anfang 2016 eine freiwillige Servicemaßnahme durch Opel zum Aufspielen eines Updates angeordnet. Diese Servicemaßnahme sei durch Opel aber, so der Sprecher des KBA, „lange verschleppt“ worden.

Nach dem Auffinden einer fünften Abschalteinrichtung Anfang 2018 steht nunmehr ein amtlicher Zwangsrückruf für die Modelle Cascada, Insignia und Zafira offensichtlich unmittelbar bevor.

[UPDATE 15.10.2018] – Razzia nun auch bei Opel

Wie am 15.10.2018 in der Presse berichtet wurde, hat das hessische Kriminalamt am die Geschäftsräume von Opel in Rüsselsheim und Kaiserslautern durchsucht. Dabei ging es lt. „Bild.de“ um ca. 95.000 Fahrzeuge der Modelle Insignia, Zafira und Cascada, in denen möglicherweise eine unzulässige Software verbaut sein soll.

Die zuständige Oberstaatsanwältin Niesen: „Wir ermitteln wegen des Anfangsverdachts des Betruges wegen Inverkehrbringens von Dieselfahrzeugen mit manipulierter Abgassoftware.“

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